www.noerdlinger-ries.de Impakt-Krater
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Der Einschlag des Himmelskörpers erzeugte einen Krater mit einem Durchmesser von 20 Kilometern. Die unterliegenden Gesteine wurden halbkugelförmig bis in mehrere Kilometer Tiefe zertrümmert. Ein Teil des betroffenen Gesteinsvolumens verdampfte, ein anderer Teil wurde hoch in die Atmosphäre geschleudert und fiel dann in den Krater zurück. Die Hauptmasse des Auswurfes raste überschallschnell als dichte Wolke aus Gas, Staub und Trümmern horizontal radial in alle Himmelsrichtungen über die Erdoberfläche und lagerte sich als chaotisches Gemenge rund um den entstandenen Krater ab.
Der Impakt der das Nördlinger Ries schuf, war trotz seiner gewaltigen Auswirkungen knapp zu schwach, um einen zweiten konzentrischen Kraterring entstehen zu lassen, wie er auf dem Mond oder anderen Planeten an größeren Einschlagbecken zu erkennen ist. Ob sich durch Zurückfedern des Kraterbodens unmittelbar nach dem Einschlagsereignis eine für große Astrobleme typische Zentralerhebung bildete, ist nicht genau bekannt, aber möglich. Heutzutage ist dieser Zentralberg durch die über Jahrmillionen wirkende Erosion abgetragen.
Im Krater entstand später ein See, dessen Sedimente den Kraterboden ausfüllten.